Sie sind hier: Blog » Tipps und Tricks » Thema 7: Ungefütterten Vorhang nähen

Thema 7: Ungefütterten Vorhang nähen

13.10.2014 16:49 von Tanja

Warum ohne Fütterung?

Wenn nur eine Lage Stoff, der umsäumt und oben mit Schlaufen, Ösen oder Ringen zum Aufhängen versehen ist, verwendet wird, dann eignet sich der Vorhang am besten zur Dekoration mit der Funktion, die Außenwelt abzuschirmen und trotzdem Tageslichteinfall zuzulassen.

 

Wie funktioniert das?

Wenn der Stoff breit genug ist, brauchst du keine senkrechten Verbindungsnähte, sondern nur gesäumte Kanten. Je nach Funktion der Gardine bieten sich viele Möglichkeiten von Kopfleisten und Aufhängungssysteme an.

 

Verwendest du transparente und zarte Stoffe, empfehle ich die speziellen Faltenlegbänder. SO wird der Faltenfall zur Augenweide!

An jeder Seitenkante schlägst du einen ca. 2 cm breiten Doppelsaum ein, steckst und heftest ihn, und bügelst ihn anschließend flach. Nun absteppen. Damit sich deine Nähe nicht kräuseln solltest du die Webkanten abschneiden.

Den oberen Stoffüberstand anschließend ca. 5 cm nach links einschlagen, an den Seiten für einen sauberen Kantenabschluss umfalten und alles festbügeln.

Beachte:

Die Muster müssen fluchten! Wenn sie dies nicht tun, dann solltest du die umgeschlagene, unversäuberte Kante gegebenenfalls so weit zurückschneiden, dass sie durch das Faltenband verdeckt wird.

Jetzt schneidest du die Saumzugabe an den Enden ein, damit der Stoff nicht mehr unter so großer Spannung steht.

Im Folgenden das Gardinenband auf der linken Seite der Gardine so aufstecken, dass es den unversäuberten Rand des umgeschlagenen Gewebes verdeckt.

Sichere die Ziehfäden des Gardinenbandes, schlage dann die Enden des Bandes ein und hefte sie fest. Nähe das Gardinenband sorgfältig knapp am oberen Rand fest, wobei die Ziehfäden dabei nicht berührt werden dürfen. Die beiden Nähte werden in derselben Richtung ausgeführt, damit das Gardinenband flach aufliegt und sich nicht wellt!

Breite die Gardine flach aus und miss vom oberen Rand aus die gewünschte Länge der fertigen Gardine ab. Markiere sie mit Stecknadeln. Die nötige Saumzugabe von dieser Linie nach unten messen und auch markieren.

Möchtest du am Ende abgeschrägte Nähte am unteren Saumende haben, musst du nun die Ecken einschlagen. Zunächst sorgfältig vom oberen Rand aus die fertige Länge der Gardine abmessen, mit Stecknadeln markieren und an den Nadeln diagonal umfalten.

Man nimmt gewöhnlich einen ca. 10 cm breiten, doppelt umgeschlagenen Saum. Bei besonders zartem Gewebe oder kurzen Gardinen kann er aber auch schmaler sein.

Nun musst du die umgeschlagenen Säume und Gehrnähte flachbügeln. Wenn du willst, kannst du ein Bleiband in den Saum einlegen, in den Ecken mit einigen Stichen fixieren und Säume und Gehrnähte mit Saumstichen festnähen.

Mithilfe der Ziehfäden des Gardinenbandes kannst du die Gardine auf die gewünschte Breite kräuseln. Verteile die Falten gleichmäßig und wickle die Ziehfäden sauber auf. Verknote sie zum Abschluss!

 

Futterstoffe, Nähausrüstung und natürlich viele tolle Anregungen findest du

- im Schöner Leben Shop unter www.schoener-leben-shop.de

- oder in unserem Outlet Shop in  96148 Baunach (Bahnhofstr. 10-12; Öffnungszeiten: Do. + Fr. 14.00-18.00 Uhr, Sa. 10.00-13.00 Uhr)

- oder in unserem „Lieblingsstücke“ Laden in 96047 Bamberg (Kleberstraße 10; Öffnungszeiten: Mo. Bis Sa. 10 – 18 Uhr).

Tanja
Thema 6: Gefütterten Vorhang nähen
Schöner Leben auf der Heimtextil
Nach oben