Gardinenbänder

Gardinenbänder sind die Stylisten deiner Gardinen und Vorhänge!

 

Gardinenbänder haben nicht nur die Aufgabe, Halt für Gardinenröllchen und Gardinenhaken zu bieten, sie bringen den Stoff erst in Form und bestimmen den Fall der fertigen Gardine. 

Dabei ist die Auswahl an verschiedenen Bändern riesengroß! Es gibt verschiedene Breiten und zahlreiche Macharten, z.B.:

•  Universalbänder
•  Taschenbänder
•  Pilz- und Flauschbänder  
•  Schlaufenbänder
•  Tunnelbänder
•  Naht- und Versteifungsbänder
•  Ösenbänder
 

 

Welche Bandbreite soll ich wählen?

Die Breite des Bandes ist nicht nur eine Geschmacksfrage. Grundsätzlich gilt: Je breiter ein Band ist, desto mehr kann es deiner Gardine Form geben. Das ist besonders bei Faltenbändern wichtig, die den Stoff in feste Faltenbündel legen. Aber natürlich spielt hier auch die Länge deiner Vorhänge eine Rolle: Je länger diese sind, desto breiter sollte auch das Band sein um zu gewährleisten, dass sich der gewünschte Faltenfall bis nach unten ergibt.

Was ist das Zugverhältnis?

Für große Verwirrung sorgt oft das angegebene Zugverhältnis. Hier handelt es sich nicht um die Faltenanzahl - es gibt vielmehr an, wieviel Stoff du für deine fertig geraffte Gardine benötigst.

Die gewünschte fertige Breite (z.B. Stangenbreite) wird einfach mit dem entsprechenden Faktor (z.B. 2,5 bei Zugverhältnis 1:2,5) multipliziert.

Am einfachsten lässt sich das anhand von konkreten Beispielen erklären:

Bei einem Zugverhältnis von 1:2 benötigst du für 1m fertig geraffte Gardine 2m Stoff. Für 2m fertig geraffte Gardine benötigst du dann 4m Stoff.

Bei einem Zugverhältnis von 1:2,5 benötigst du für 1m fertig geraffte Gardine 2,5m Stoff. Für 2m fertig geraffte Gardine benötigst du dann 5m Stoff.

usw.

Wie berechne ich die benötigte Stoffmenge für meine Gardinen?

Zunächst musst du anhand des Zugverhältnisses den grundsätzlichen Stoffbedarf ermitteln. Dazu multiplizierst du deine gewünschte fertige Breite (z.B. Stangenbreite) mit dem entsprechenden Faktor (z.B. 2,5 bei Zugverhältnis 1:2,5).

Nun fehlt noch eine Nahtzugabe für beide Seitensäume. In der Regel werden dafür zusätzlich 10cm gerechnet.

Faltenbänder werden so ausgemittelt, dass Anfang und Ende möglichst mit einer Falte beginnen. Da Falten mehr Stoff verschlingen als der glatte Part, musst du das bei deiner Stoffmenge einkalkulieren. 

Falls du mehrere mustergleiche Gardinen wünscht, musst du den Musterrapport (Maßangabe, die angibt, wie groß das Muster ist, also in welchem Abstand sich das Muster wiederholt) beachten und hierfür evtl. eine Zugabe berücksichtigen.

Gardinenbänder richtig aufnähen:

Grundsätzlich werden Gardinenbänder zweifach vernäht. Ab einer Breite von 80mm empfehlen wir, das Band sogar drei- bis vierfach zu Vernähen, um die perfekte Verbindung mit dem Stoff zu gewährleisten. Nur so können insbesonders Schmuckbänder ihre volle Wirkung entfalten. 

Damit Anfang und Ende deiner Gardine gleich sind, muss das Band vor dem Aufnähen ausgemittelt werden. Besonders bei Faltenbändern solltest du für ein dekoratives Ergebnis darauf achten, dass der Vorhang mit vollen Falten beginnt und endet. Hieraus ergibt sich je nach Band meist ein höherer Band- und Stoffbedarf, den du unbedingt vorher einplanen solltest.

Je nach Aufhängung wird das Gardinenband entweder direkt an der (eingeschlagenen) Oberkante deiner Gardine aufgenäht oder aber mit etwas unterhalb. Der sich so ergebende Überstand wird als "Köpfchen" bezeichnet und wird nicht nur als dekoratives Element eingesetzt. Es verdeckt auch die Aufhängung deiner Gardine. Dies ist häufig bei der Aufhängung an Gardinenringen sinnvoll, wenn die eingehängten Ringhaken verdeckt werden sollen. 

Bei Gardinenschienen wird i.d. Regel auf ein Köpfchen verzichtet, da sich die Gardine sonst an der Schiene reibt und das Auf- und Zuziehen "bremst".

Achtung! Bevor du deine Gadine einziehst, vorher bitte unbedingt die Zugschnüre verknoten!

Das sind die häufigsten Fehler beim Kauf oder der Verarbeitung von Gardinenbändern:

  • Das Band reicht nicht: Auch für dein Gardinenband benötigst du eine Saumzugabe (ca. 10cm). Damit du dein Band für ein dekoratives Ergebnis ausmitteln kannst, solltest du vor allem bei Faltenbändern eine Zugabe (i.d.R. 25cm) einrechnen.
  • Band wird nicht ausgemittelt: Damit deine fertig geraffte Gardine gut aussieht, solltest du auf einen gleichen Anfang und Ende achten. Dazu muss das Band vor dem Aufnähen ausgemittelt werden.
  • Bei gemusterteten Gardinen: Faltenfall passt nicht zum Muster. Problem: Rapport Gardine stimmt nicht mit Rapport Band ein. Bei gemusterten Stoffen kann es passieren, dass der Faltenfall den Look ruiniert. Wer ohne Rechnen auf der sicheren Seite sein will, greift zu Bändern ohne automatische Raffung, z.B. Universalband 
  • Das Band eignet sich nicht für die gewünschte Aufhängung: Für das Einhaken deiner Gardinengleiter oder Ringhaken muss dein Gardinenband mit Taschen ausgestattet sein. Dies ist z.B. bei reinen Schlaufenbändern und allen Stangendurchschubbändern nicht der Fall, also bitte vor der Bänderwahl genau informieren!
  • Zugschnüre werden nicht verknotet: Achtung! Bevor du deine Gardinen einraffst solltest du unbedingt vorher die Zugschnüre verknoten. Einmal herausgezogen war leider alle Arbeit umsonst und du musst das Band wieder abtrennen und von Neuem anfangen.

Du bist unsicher, welches Band am besten zu deinem Stoff und der gewünschten Aufhängung passt? Unsere Gardinenberaterinnen stehen dir sehr gerne mit Rat und Tat zur Verfügung!

Sehr gerne hilft dir auch unser hauseigenes Nähatelier bei der Umsetzung deiner Ideen und Wünsche. Wir freuen uns auf deine Nachricht und sind gespannt, wie wir dir weiterhelfen können.